Fertigerden für Kübelpflanzen

Der örtliche Handel bietet eine Vielzahl unterschiedlicher Erden für Kübelpflanzen. Leider ist jedoch nicht in jeder mit ‚Kübelpflanzenerde’ beschrifteter Substratpackung auch hochwertige, dauerhaft verwendbare Kübelpflanzenerde enthalten.
 
Vor dem Kauf sollte daher sehr akribisch die Qualität der angebotenen Ware überprüft werden:
 
  • Frisches Pflanzsubstrat.
Gerade im zeitigen Frühjahr finden sich im örtlichen Handel gelegentlich Pflanzsubstrate in teilweise ausgeblichenen, von der Sonne des Vorjahres häufig geküssten Abpackungen. Hier handelt es sich nicht um frisches, hochwertiges Substrat, sondern zumeist um überlagerte Ware aus dem Vorjahr. 
Frisches Pflanzsubstrat ist für hochwertige Kübelpflanzen oberstes Gebot. Die Abpackungen sollten keine Beschädigungen aufweisen, durch welche sich Schadinsekten ggf. haben einnisten können. Eine überdachte, saubere und trockene Lagerung der Substratpackungen zeugt vom sorgsamen und bestimmungsgemäßen Umgang mit der Ware seitens des jeweiligen Händlers. 
 
  • Substrat Konsistenz.
Hochwertiges Pflanzsubstrat sollte locker zerfallen und keine Klumpenbildung aufweisen. Wird ein Substratgebinde auf ebenem Boden abgestellt und etwas gedrückt, sollte sich die Form des Gebindes schnell ändern, der Inhalt sollte merklich schüttbar sein. Beinhaltet der Erdsack hingegen ein mehr oder weniger festes ‚Etwas’ welches sich partout nicht aus der Form bringen lassen will, ist diese Gebinde sicher nicht das Optimum für wertvolle Kübelpflanzen.
 
  • Substrat Farbe.
Sehr strukturreiche, gute Pflanzsubstrate tragen zumeist eine bräunliche Färbung. Tiefschwarze Erden hingegen sind zwar optisch attraktiv, sehr oft jedoch zu mastig für die Dauerkultur von Kübelpflanzen. Sie verfügen zumeist über eine unzureichende Strukturstabilität und die Drainagefähigkeit ist mit Fensterkitt vergleichbar. Hier fehlen feste Bestandteile wie grober Sand, Blähton, Lavagrus und Splitt meist vollends. 
 
  • Substrat Geruch.
Ein hochwertiges Substrat für Kübelpflanzen trägt keinen strengen Geruch. Ein modriger Geruch weist auf einen hohen und vor allem unausgereiften Anteil von Humus hin, welcher sich sehr ungünstig für frische, zarte Pflanzenwurzeln auswirken kann. Zudem verbraucht der andauernde Verrottungsprozess wertvollen Stickstoff, welcher den Pflanzen daher nicht mehr zur Verfügung stehen kann.